Der Schweizer Lebenslauf-Check

12 Punkte, auf die Recruiter in der Schweiz in den ersten Sekunden schauen. Zusammengestellt von einem ehemaligen Recruiter. Lies sie durch, oder lass deinen Lebenslauf kostenlos prüfen: Du bekommst zu jedem Punkt eine Einschätzung und einen konkreten Verbesserungsvorschlag.

Kostenlos mit Konto, verbraucht keine Bewerbung.

Der Kollegen-Test

Stell dir vor, ein Kollege stellt dich in einem Satz vor. Genau das macht der Recruiter, der deinen Lebenslauf zuerst liest: Er stellt dich dem Hiring Manager vor. Wenn dein Lebenslauf sagt «Logistiker» und du dich als Logistiker bewirbst, ist das einfach. Soll er dich als Software Engineer vorstellen, obwohl alles nach Logistik aussieht, wird es schwierig. Titel, Profil und erste Position müssen zur Stelle passen.

Der Recruiter stellt dich dem Hiring Manager vor:

«Das ist Lea, Recruiterin mit drei Jahren Erfahrung im IT-Recruiting.»

Passt: Lea bewirbt sich als Recruiterin.

Schwierig: Lea bewirbt sich als Software Engineer, ihr Lebenslauf erzählt aber nur Recruiting.

Die übrigen 11 Punkte

  • Gängige Jobtitel

    Interne oder verspielte Titel wie «Talent Wizard» oder «Happiness Hero» versteht ausserhalb deiner Firma niemand, und Suchfilter finden sie nicht. Nimm den Titel, unter dem die Stelle auf dem Markt ausgeschrieben würde, zum Beispiel «Recruiter» oder «Customer Success Manager».

  • Foto bei Schweizer Firmen

    Bei lokalen Schweizer Firmen und KMU gehört ein professionelles Foto in den Lebenslauf. Internationale Konzerne und Firmen aus dem englischsprachigen Raum verzichten oft darauf. Im Zweifel: neutrales, aktuelles Foto, heller Hintergrund.

  • Höchstens zwei Seiten

    Recruiter entscheiden in Sekunden. Zwei Seiten reichen fast immer, auch mit langer Erfahrung. Ältere Stationen fasst du kurz zusammen.

  • Neuestes zuerst, mit Monat und Jahr

    Aktuelle Stelle oben, dann rückwärts. Jede Station mit Monat und Jahr von–bis, sonst wirken Lücken grösser, als sie sind.

  • Lücken kurz erklären

    Weiterbildung, Reisen, Familie, Stellensuche: eine Zeile reicht. Unerklärte Lücken von mehr als ein paar Monaten führen zu Rückfragen oder zur Absage.

  • Ergebnisse mit Zahlen

    «12 Kunden betreut», «Durchlaufzeit um 20 % gesenkt», «Team von 5 geführt». Zahlen zeigen, was du bewirkt hast, nicht nur, wofür du zuständig warst.

  • Schweizer Personalien

    Üblich sind Wohnort, Geburtsdatum oder Jahrgang, Nationalität und bei Bedarf die Arbeitsbewilligung (z. B. Ausweis B oder C). Die Adresse reicht bis zum Ort.

  • Sprachen mit Niveau

    Deutsch C1, Englisch B2, Französisch A2: Mit dem europäischen Niveau (A1–C2) weiss jeder sofort, woran er ist. «Gute Kenntnisse» sagt wenig.

  • Kontakt vollständig

    E-Mail, Telefon, Wohnort und am besten das LinkedIn-Profil. Die E-Mail-Adresse sollte seriös sein, ideal mit deinem Namen.

  • Taten statt Aufgaben

    Jeder Punkt beginnt mit dem, was du getan hast: «Aufgebaut», «Geführt», «Eingeführt». Keine Stellenbeschreibung abschreiben.

  • Kurzes Profil oben

    Drei bis vier Sätze: wer du bist, worin du stark bist, was du suchst. Passt du das Profil an jede Stelle an, besteht dein Lebenslauf den Kollegen-Test viel leichter.

Wie schneidet dein Lebenslauf ab?

Hochladen, prüfen lassen, Vorschläge übernehmen. Jobtitel änderst du nur, wenn du zustimmst.